Herzlicher Empfang in Winterthur
Zurück in Winterthur wurden Corrado und sein Team herzlich empfangen. Freunde organisierten kurzfristig einen Apéro im il primo beim Theater Winterthur. Viele Verwandte und Freunde waren anwesend, um den frischgebackenen Weltrekordhalter mit tosendem Applaus in Empfang zu nehmen. Vom Stadtrat war Stefan Fritschi anwesend und begrüsste Corrado Filipponi und sein Team. Er betonte wie stolz die Stadt Winterthur auf die Leistung von Corrado sei. Und damit Corrado auch mal das heimische Wasser geniessen könne, überreichte Fritschi ihm einen Sportpass der Stadt, welcher auch den freien Eintritt in die zahlreichen Badehäuser gewährt. Corrado und seine Crew möchten sich nochmals herzlich bei allen bedanken, die uns so einen liebevollen Empfang bereiteten. Sensationell! Filipponi schlägt sie alle! Seit 21 Jahren versuchen immer wieder Dutzdende den Kajak Weltrekord auf dem Rhein zu brechen. Jetzt ist es dem Schweizer Kajaker Corrado Filipponi gelungen. In 7 Tagen, 10 Stunden und 16 Minuten hat er nicht nur den Einzelrekordlllll gleich um über 13 Stunden geschlagen, sonder auch gleich noch den absoluten Rekord, erzielt 1989 im Doppelkajak der British Canoe Union, um 15 Minuten geschlagen.
Corrado hat es geschafft! Um 21:16 fuhr Corrado im Berghaven in Hoek van Holland ein. Mit dieser Zeit unterbietet er den bestehenden Weltrekord klar. Corrado legte somit die Strecke von Chur bis zur Nordsee schneller als je ein anderer mit eigener Muskelkraft zurück. Corrado ist überglücklich nach der harten Arbeit, diese Weltrekord-Zeit erreicht zu haben. Erleichter verliess er sein Kajak und wurde herzlich von den Anwesenden empfangen. Natürlich durfte der Champagner nicht fehlen.Corrado biegt auf Zielgerade ein
Corrado mobilisiert nochmals all seine Kräfte, um auf den letzten Kilometern nicht noch Zeit zu verschenken. Nach der langen Reise der vergangenen sieben Tage nicht ganz einfach. Das Team fährt nun nach Hoek van Holland und bereitet alles für die Zielankunft vor. Bereits während des Tages meldeten sich diverse holländische Radio- und Fernsehanstalten. Auch zahlreiche Medien aus der Schweiz fragten laufend den Ausgang des Weltrekordversuches nach. Dank des des GPS-Trackers kann jeder die letzten Meter der Rekordfahrt live mitverfolgen. Corrado kämpft sich durch den MorgenNach einer kurzen Nacht, zum ersten Mal in unseren Fahrzeugen, bestieg Corrado das Kajak kurz nach fünf Uhr. Momentan kommt er gut voran. Der Wind von gestern ist wie weggeblasen. Auch der Fluss hat momentan kaum Wellen. Das Wetter ist noch nicht ganz auf unserer Seite. Auf Höhe Zaltbommel gingen starke Regenschauer nieder. Davon lässt sich Corrado jedoch nicht aufhalten. Noch sind es knapp 100km bis zum Ziel, die Winde werden am späten Morgen wieder auffrischen. Die Spannung lässt nicht nach. Ab Dordrecht gilt es zusätzlich Ebbe und Flut zu beachten. Die Flut strömt mit 6km/h ins Landesinnere. Dagegen anzukämpfen kostet sehr viel Energie. Eine Periode dauert 12 Stunden, auf 6 Stunden Flut folgen 6 Stunden Ebbe. Der Wasserstand ändert sich in dieser Zeit um je zwei Meter. Sollte die Strömung bei Flut zu stark sein, muss Corrado Wohl oder Übel an Land und die Zeit nutzen, um Kraft für den letzten Abschnitt tanken. Wind und Wellen stärker als erwartet
Heute Abend erreichten wir Wamel bei Flusskilometer 915. Dies bedeutet, dass Corrado noch 115km bis zum Ziel fehlen. Die erreichten Kilometer sind nicht sehr viel, vergleicht man sie mit bereits absolvierten Etappen. Doch der Vergleich kann so nicht gemacht werden. Die Umstände auf den letzten 100km sind nicht die selben wie zum Beispiel zwischen Neuwied und Homberg. Aus diesem Grund wird es nochmals spannend, ob es Corrado packen wird, die letzten Kilometer in der geforderten Zeit hinter sich zu bringen. Der morgige Tag wird es zeigen, ob Corrado dem Weltrekord nochmals einen Schritt näher kommt, oder wenn alles optimal läuft, sogar morgen Abend bereits den neuen Weltrekord einfahren wird. Es bleibt auf jeden Fall spannend! Der heutige Tag war für die gesamte Crew sehr anstrengend. Da Corrado am Abend so lange wie möglich paddeln wollte, erschwerte sich die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Aus diesem Grund entschied man sich für die einfache Variante mit Matten in Transporter und PW als Nachtlager. So kann die Übernachtung gleich neben der Auswasserungsstelle bei der Fähre Tiel-Wammel stattfinden. Morgen Donnerstag wird wiederum anstrengend für Corrado und spannend für alle, die diesen Weltrekordversuch verfolgen! Deshalb gilt für alle: drann bleiben und Daumen drücken. Warum ist das Kajak auf dem Auto? Diese Frage hören wir vom Begleitteam oft. Natürlich handelt es sich dabei um das Ersatzkajak, welches während der ganzen Strecke auf dem Auto mitgeführt wird. Es handelt sich dabei um das Lettmann Meridian. Corrado ist unterwegs mit einem Lettmann Magellan, welches sich ausgezeichnet für diesen Einsatzzweck eignet. Es gibt zwar noch schnellere, wie das Lettman Speedliner. Doch für Corrado war es wichtig ein Kajak zu haben, das etwas mehr Stabilität bietet, um nicht bei jeder Unachtsamkeit zu kentern. Beide Kajaks werden von der Firma Lettmann zur Verfügung gestellt. Die Firma Lettmann findet sich nur wenige Kilometer von der letzten Übernachtungsstätte entfernt in Moers. Für diese Unterstützung möchten wir der Familie Lettmann und deren Team ganz herzlich Danken. Auffrischende WindeDie Nacht war ruck zuck um. Nach dem gestrigen Spitzentag will Corrado heute die verbleibende Strecke bis zum Ziel so niedrig wie möglich halten. Somit könnte ein Finish bereits schon am Donnerstag zu Stande kommen. Den Duisburger Hafen liess er bereits gestern Abend hinter sich, so konnte er heute ohne Schwierigkeiten den Tag beginnen.
Bis sieben Uhr kam er gut voran. Doch vor Wesel kamen die ersten Winde auf. Diese liessen die Geschwindigkeit auf nur noch 5km/h sinken. Im Vergleich dazu hatte er gestern 16km/h in der Spitze. Das zeigt auch auf, wie wichtig der Vorsprung ist, den er bis gestern rausfahren konnte. Bei schlechten Bedingungen, wird ein grossteil dieser Reserve noch gebraucht. Bis zum Mittagshalt sollte die holländische Grenze erreicht werden können. Davon war Corrado nach vier Stunden Fahrt überzeugt. Das Team begleitet ihn ständig und ist regelmässig in Funk- und Sichtkontakt mit dem Kajaker. Falls es zu Problemen kommen sollte, können sie so raschmöglichst handeln. Leider ist das Rheinufer nicht mehr so einfach mit dem Auto anzufahren. Noch 85km bis zur holländischen Grenze
Das am Vortag festgelegte Etappenziel wurde um 20km übertroffen. Zum einen waren es die idelaen Bedingungen (meist leicht bewölkt, um 22°C) zum anderen konnte Corrado heute sehr gut mit der Müdigkeit umgehen. Dazu kam noch die Welle, die sich aus den Regenfällen der letzten Tagen bildete. Nun sind es noch 250km bis zum Finish. Diese haben es jedoch in sich. Als erstes gilt es den richtigen Weg zu finden. Der Fluss verzweigt nun immer wieder. Wählt man den falschen Weg, muss man einen Umweg in Kauf nehmen oder gerät gar in eine Sackgasse. Gute Navigation wird hier gefragt sein. Corrado's Zustand kann noch immer als gut bezeichnet werden. Die Hände schwellen von Tag zu Tag etwas mehr an. Der Rücken macht ihm etwas zu schaffen. An den Händen sind ein paar wenige Blasen zu finden. Doch das sind alles Probleme, die im Vorherein bereits bekannt waren. Oder die Corrado schon von seinen früheren Flussabenteuer kennt. Für Morgen haben wir uns noch kein festes Ziel vorgenommen. Das Mittagessen wird ihm irgendwo im Bereich der Grenze gereicht. Das ist auch der Zeitpunkt, wo das Vorgehen für den weiteren Tag besprochen wird. Halbzeit der 6. Etappe
Trotz Müdigkeit kommt Corrado hervorragend voran. Offenbar liegt das an einer Welle von ca. 50km Länge, die sich aus den Regenfällen der letzten Tage bildete, wie uns Frank Fichtmüller berichtete. Wir behalten die Situation im Auge und entscheiden heute Nachmittag, wie lange wir Corrado auf dem Wasser lassen.
Trockene Füsse sind Gold Wert Corrado ist seit über vier Stunden schon wieder auf dem Rhein. Heute konnte er trockenen Fusses das Kajak besteigen. Das ist sehr wichtig, da die Füsse im innern des Bootrumpfes nur schlecht trocknen. Auch die Übergabe der Helmlampe nach einer Stunde Fahrt barg heute keine unangenehmen Überraschungen in sich. Nach knapp drei Stunden Fahrt passierte Corrado die Ortschaft Unkel, wo er den Rest des leckeren Birchermüesli ass. Corrado hat ein gutes Gefühl für heute und ist überzeugt, dass erneut eine 160km Etappe geschafft werden kann. "Ein Tag lässt sich nicht besser starten, als mit trockenen Füssen", so Corrado.Der Mittagshalt ist für Köln nach knapp 90km geplant. Wir richten uns darauf ein, dass es gegen 14 Uhr soweit sein wird. Die genaue Position des Kajaks gibts wie immer auf unserer Startseite. Die aktuelle Position (09:10): kurz vor Bonn Neuwied noch bei Tageslicht erreicht
Beim Nachtessen wurde im Team diskutiert, wie weit die morgige Etappe führen soll. Zusammen sind wir zum Schluss gekommen, dass nochmals eine ähnlich lange Strecke möglich sein sollte. Dies bedeutet, dass Corrado bis am Abend Krefeld erreichen sollte. Wir alle sind optimistisch, dass dieses Ziel unter den gegebenen Umständen erreicht werden kann. Corrado hat nach wie vor keine grösseren Blessuren. Klar hat er einige wenige Blasen an den Händen und einen verspannten Rücken. Doch damit war schon vor Antritt der Reise zu rechnen. Psychisch geht es Corrado ausgezeichnet, da er mittlerweilen einen Vorsprung von knapp 60km auf seinen schon eng gesteckten Marschplan herausfahren konnte. Doch dieser Vorsprung kann sich sehr schnell in Luft auflösen, wenn zum Beispiel weiter Flussabwärts die Strömung wegen Niedrigwasser weiter abnimmt, oder dann die Gegenwinde stärker werden. Wir werden sehen was der morgige Tag bringen wird. Mainz überstanden
Um 13 Uhr gibts für Corrado einen grossen Teller Ravioli. Das Team wartet in Bingen, um ihn in Kürze zu empfangen. Zu diesem Zeitpunkt wird Corrado etwa die Hälfte der heutigen Etappe geschafft haben. Wir gehen davon aus, dass wir heute Abend bis nach Neuwied kommen werden. Das bedeutet, dass bis zum Eindunkeln nochmals 80km zurückgelegt werden müssen. Somit wären wir 58km weiter als unser geplantes Etappenziel laut Marschplan. Kleines Malheur kostet 30 Minuten Nach einer erholsamen Nacht macht sich Corrado heute um 4:45 auf den Rhein. Wegen der Dunkelheit nimmt er die Helmlampe mit auf den Weg. Diese soll nach 20 Kilometern dem Team übergeben werden. Wie vereinbart trifft man sich am vereinbarten Ort. Doch genau zu der Zeit kreuzen sich auf dem Fluss zwei Güterschiffe. Eine Welle erwischte Corrado so unglücklich, dass er nur zwei Meter vor dem Ufer davon erfasst wurde und das Kajak gedreht wurde. Normalerweise sind solche Wellen kein Problem, doch einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit und die Wellen sind da. Um zu reagieren bleibt da kaum mehr Zeit. Alles geht blitzschnell. Zum Glück waren die Helfer gleich vor Ort. So konnte Corrado die Kleidung wechseln und wieder trocken ins Boot steigen. Leider hat der Online-Tracker auch etwas abbekommen. Aus diesem Grund ist die aktuelle Position noch die "Unfallstelle". Um 10 Uhr wird das Team wieder auf Corrado treffen und den Tracker wieder aktivieren.Nachtlager in Worms aufgeschlagen Die heutige Etappe führte von Strasbourg nach Worms. Die zurückgelegte Strecke schlägt mit 160km zu Buche. Nach der anstrengenden Etappe von gestern machte sich die Müdigkeit heute früher und deutlicher bemerkbar, so dass das Team beschloss, Corrado bereits in Worms vom Rhein zu nehmen, damit er nach der Halbzeit eine etwas längere Erholungsphase erhält.Für diese Nacht dürfen wir uns im Bootshaus des Wassersportvereins Worms einquartieren. Oliver Rissler bot uns diese Möglichkeit heute Nachmittag per SMS an. Wir danken dem WSV Worms und Oliver ganz herzlich für die spontane Unterstützung. Endlich freie FahrtHeute Vormittag wurden die beiden letzten Portagen bewältigt. Beide waren ohne grosse Anstrengungen zu bewältigen. Bei beiden konnte Corrado das Kajak in einen Nebenfluss tragen und so die Schleuse umfahren. Corrado beschwerte sich jedoch über das stehende Wasser vor den Schleusen, was von ihm als Paddler einiges an Arbeit abverlangt. Ab Iffezheim wird der Rhein nicht mehr durch Stauwehre und Kraftwerke behindert. Somit hat Corrado seit heute ca. 11 Uhr freie Fahrt und kann auf die Strömung als neuen ständigen Begleiter zählen. Bei der Fähre Germersheim (linke Seite, für die dies genau wissen wollen) konnte gemeinsam um kurz vor 13 Uhr das Mittagessen serviert werden. Riz Casimir stand auf dem Speiseplan und schmeckte allen vorzüglich. Nach einer 20-minütigen Pause verabschiedete sich Corrado vom Team und machte sich auf Richtung Speyer. In Mannheim wird er einen der ersten grösseren Hafenanlagen durchqueren müssen. Trotz 24 Stunden Betrieb der Rheinschiffahrt sind am Wochenende deutlich weniger Frachtschiffe unterwegs. Das Wetter ist ebenfalls auf unserer Seite. Wir haben Sonnenschein mit leichter Bewölkung und 22°C. Für Morgen sind geringe Mengen an Regen angesagt, die Corrado jedoch nicht behindern werden. Kurze Nacht in Goldscheuer Nach dem langen gestrigen Tag, war die Nacht umso kürzer. Wir durften die Gastfreundschaft von Frank Fichtmüller aus Goldscheuer geniessen. Er stellte uns einen Liegeraum und die Küche des evang. Kirchgemeindehauses zur Verfügung. Für die Unterstützung möchten wir Frank hiermit nochmals herzlich Danken. Nichts desto Trotz mussten wir am Morgen erneut früh raus, da wir noch ein paar Fahrminuten mit dem Auto zum Rhein absolvieren mussten. Schon nach wenigen Minuten Fahrt, stieg auch schon die Sonne am Horizont auf.Schleuse vor Strasbourg erreichtNach einem langen und anstrengenden Tag konnte Corrado den Rhein vor der Schleuse von Strasbourg verlassen. Sichtlich erleichtert legte er sein Paddel ab. Mit dem Erreichen der Staustufe in Strasbourg wurde das heutige Tagesziel um mehr als 35km übertroffen. Dazu beigetragen haben sicherlich die starke Strömung, aber auch Corrado selber. Den Weltrekord hat er ständig vor Augen und treibt ihn zu Höchstleistungen an. Heute passte fast alles, nicht mal das regnerische Wetter am Morgen konnte Corrado bremsen.
Der Vorsprung auf die geplante Marschtabelle beträgt momentan rund vier Stunden. Es ist aber zu beachten, dass sich ein solcher Vorsprung sehr rasch wieder in nichts auflösen kann. Es sind viele Faktoren, die zum Erreichen eines Weltrekords stimmen müssen. Nicht alle können durch Corrado oder sein Team beeinflusst werden. Für die morgige Etappe wurde das Tagesziel entsprechend angepasst. Wir hoffen bis am Abend in die Region von Mannheim vorzustossen. Am Morgen sind noch die beiden letzten Staustufen zu meistern. Beide bieten die Möglichkeit auf einen Nebenfluss des Rheins zu übersetzen und so an den Schleusen vorbei zu kommen. Leider konnte der GPS-Tracker heute nicht mithalten. Trotz Aktualisierung der Software, konnte das Problem bei Netzübergängen bzw. -Unterbrüchen nicht behoben werden. So kommt es vor, dass der Tracker seine Arbeit einstellt und auf der Karte lediglich der letzte Standort ersichtlich ist. Ab Karlsruhe wird sich dieses Problem dann nicht mehr stellen, da beidseits des Rheins derselbe Netzbetreiber verfügbar ist. Anmerkung: Da die heutige Etappe etwas lange dauerte, muss der Schlaf dem Hochladen der heutigen Fotos vorgezogen werden. Die Fotos werden im Verlauf des morgigen Tages nachgereicht. Wir bitten um Verständnis. Nach nur 48 Stunden die Schweiz verlassenViele Zuflüsse des Rheins liessen den Pegel über Nacht bei Schwaderloch um über einen halben Meter ansteigen. Dies bedeutet, dass heute auch die Fliessgeschwindigkeit des Rheins deutlich höher ist. Die Portagen bei den Kraftwerken bereiteten Corrado keine Probleme. Am Vormittag gingen noch einige Regenschauer über dem Rhein nieder. In Rheinfelden bat Corrado um ein warmes Getränk. Dies konnte von der Begleitmannschaft im Auto an der Autobahnraststätte Pratteln organisiert und zur Portage in Birsfelden überbracht werden. Corrado bezeichnete die heisse Schockolade aus der Thermosflasche als Höhepunkt des Tages! Vielleicht kommt es aber noch besser. Corrado ist gut in Fahrt. Die Schweiz verliess er heute um 10:30 Uhr, also unter 48 Stunden seit Beginn des Rennens. Nach einer weiteren Stunde Fahrt im fast stehenden Wasser der Schleuse Kembs, wurde er von seinem Team in Empfang genommen, wo alle das Mittagessen einnahmen. Nach nur 15 Minuten Pause verabschiedete sich Corrado vom Team. In Breisach treffen sich alle wieder, um dann das weitere Vorgehen bis zum Eindunkeln zu besprechen. Momentan ist noch nicht klar wo die heutige Etappe enden wird und wo die Übernachtung stattfinden wird. Auf jeden Fall wird es hier dann zu lesen sein. Der Rhein hat ihn wiederNach einer mehr oder weinger erholsamen Nacht, sitzt Corrado seit 4:40 Uhr wieder im Kajak und paddelt in Richtung des nächsten Stauwehrs in Laufenburg. Heute warten wieder einige knifflige Stellen auf Corrado. Dazu gehören die Kraftwerke in Rheinfelden und Augst. Um den Mittag werden wir in Basel die Schweiz verlassen und auf die erste Schleuse auf dem französischen Rheinkanal zusteuern. Geplant ist bei der ersten Schleuse in Kembs das Mittagessen einzunehmen.
Übernachtung in Schwaderloch
Corrado erreicht das heutige Etappenziel genau um 21 Uhr. Die Sicht würde es sogar zulassen noch einige Kilometer weiter zu paddeln. Aufgrund der Anstrenungen im heutigen Starkregen am Nachmittag, entschliesst sich Corrado jedoch wie vorgesehen beim Vereinshaus auszuwassern und das Nachtlager zu beziehen. Zum Abendessen wir eine Gerstensuppe serviert. Das ganze Team nimmt diese wärmende Mahlzeit gerne zu sich, da die Temperatur merklich zurückgegangen ist. Das Thermometer zeigt momentan noch 11°C. Portagen in Rheinau Die drei Portagen in Rheinau konnten mit der freundlichen Unterstützung der Schleusenwartin Margrit Schwaninger ohne auszusteigen rasch absolviert werden. Wie auf dem Bild zu sehen ist die Corrados Laune noch immer bestens.Rudermannschaft auf UnterseeGanz herzlich möchte sich Corrado bei der Familie Lautenschalger bedanken, die sich trotz des schlechten Wetters mit dem Ruderboot auf den Untersee begaben. Sie ruderten Corrado entgegen und motivierten in mit Zurufen und einem Transparent! Diese Aktion gab ihm nochmals zusätzliche Motivation den Weltrekord zu brechen! Danke an Anna, Tobi, Linus und Sina mit Mami Regen in SchaffhausenPünktlich zur Ankunft von Corrado in Schaffhausen setzte der Regen ein. Doch davon lässt er sich nicht aufhalten! Corrado ist nach wie vor top motiviert und hat sein heutiges Etappenziel Schwaderloch vor Augen. Laut Wetterprognosen soll es Richtung Westen aufhellen. Bei der Auswasserungsstelle in Schaffhausen waren diverse Medien anwesend, die von vorderster Front ihre Leser, Hörer und Zuschauer mit den neusten Informationen zum Weltrekordversuch bedienen wollen. Corrado nahm sich kurz Zeit den brennenden Fragen der Journalisten zu stellen. Ein grosses Thema ist natürlich das Wetter. Auch Fragen zur körperlichen und psychischen Verfassung wurden gestellt. Corrado ist sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf, was ihn für den weiteren Weg zuversichtlich stimmt. Körperlich geht es ihm soweit gut, ausser das lange Sitzen im Kajak sprach er an.
Bodensee und Untersee erledigtDank guter Wetterbedingungen, wenig Wind, leicht bewölkt und ohne Regen, konnten der restliche Bodensee und der ganze Untersee in der geplanten Zeit durchquert werden. Ab Stein am Rhein ist endlich auch die Strömung des Rheins zurück. Dies erleichtert das weitere Vorankommen. Der Weg nach Schaffhausen sollte in einer guten Stunde bewälltigt werden können. Somit kann das geplante Mittagessen in Schaffhausen eingenommen werden. Die Müdigkeit war auf dem Bodensee spürbar, mittlerweilen fand Corrado seinen Rhythmus und kommt gut voran. Pünktlich in Konstanz
Nun folgt der Untersee. Auch hier sind nochmals ettliche Kilometer ohne Strömung zu absolvieren. Das Team wird in Steckborn auf Corrado warten, um ihn für den letzten Abschnitt auf dem Untersee zu motivieren. Seit der Dämmerung unterwegsCorrado bestieg heute Morgen etwas später als geplant sein Kajak. Da der Himmel sehr bedeckt war, kam die Dämmerung später als erwartet. Um 4:50 konnte Corrado vom Steg beim Kanu-Club Romanshorn ablegen und sich auf den Weg nach Konstanz machen. Momentan befindet sich Corrado auf Höhe Güttingen und wird in zwei Stunden bei Konstanz erwartet. Corrado an LandNach nur drei Stunden auf dem Bodensee erreicht Corrado das Bootshaus des Kanu-Club in Romanshorn. Vor dem Schlafengehen gibts noch eine warme Kürbissuppe. Anschliessend ist Nachtruhe bis morgen um vier Uhr, damit Corrado pünktlich um halb fünf Uhr auf den See raus kann. Das Tagesziel wurde heute trotz des Gewitters erreicht. Morgen gilt es die lange Etappe von Romanshorn nach Leibstadt zu absolvieren. Gewitter am BodenseeCorrado erreichte kurz vor 19 Uhr den Hafen von Altenrhein. Hier musste er wegen des heftigen Gewitters eine kurze Pause einlegen. Nach nur zwanzig Minuten liess es die Wettersituation jedoch zu, dass er seine Fahrt auf dem Bodensee fortsetzen konnte. Zu seiner Sicherheit wird er von einem Motorboot und einer erfahrenen Besatzung bis nach Romanshorn begleitet. Aufgrund der anhaltenden Winde sind die Wellen auf dem See nicht zu unterschätzen. Das Team fährt nach Romanshorn, um ihn voraussichtlich um 22 Uhr beim Bootshaus des Rudervereins Romanshorn in Empfang zu nehmen.
Start geglückt
Die ersten Hindernisse konnten problemlos passiert bzw. umtragen werden. Die Stromschnellen in Haldenstein, Untervaz und direkt bei der Autobahnraststätte Heidiland konnten von Corrado ohne Verzögerungen durchfahren werden. Für die grosse Schwelle in Landquart musste Corrado das Kajak kurz verlassen, um es für ein kurzes Stück auszuwassern. In Sargans treidelte er es über die Schwelle. In Buchs fuhr er einen Stein in der Schwelle an und kippte. Noch auf dem Wasser stieg er wieder ins Kajak. Nach einer kurzen Verpflegung nahm Corrado den weiteren Weg Richtung St. Margrethen auf sich. Dort wird er ca. um 17 Uhr vom Team erwartet, wo er sein heutiges Nachtessen zu sich nehmen wird. Momentan liegen wir etwas vor dem Zeitplan. Dies lieg hauptsächlich an der guten Strömung, die für ein gutes Vorankommen sorgt. Der Countdown läuftNoch eine Stunde bis zum Start. Alles ist bereit. Presse und Fernsehen sind auch vor Ort und befragen Corrado zum bevorstehenden Abenteuer. Anschliessend zieht sich Corrado nochmals zurück, um sich zu sammeln, bevor er dann kurz vor 11 Uhr ins Kajak steigt. Die Bedingungen sind optimal für einen guten Start. Die erste heikle Stelle wartet kurz nach dem Start in Untervaz. Dort ist eine Schwelle zu passieren, die jedoch mit dem Kajak befahren werden kann. Anschliessend geht es weiter nach Landquart. Dort steht das Team bereit, um bei der Portage der beiden grösseren Schwellen zu helfen. Noch 24 Stunden bis zum StartCorrado und sein Team können es kaum erwarten. In 24 Stunden fällt der Startschuss zum neuen Versuch, dem Rhein einen Weltrekord zu entlocken. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen und die Begleitfahrzeuge beladen. Es gilt das gesamte Material, dass während des Rekordversuchs benötigt wird, in den Fahrzeugen zu verstauen. Bis heute Abend muss alles erledigt sein. Morgen früh nimmt das ganze Team den Weg nach Chur unter die Räder. Noch eine Woche bis zum Start!Eine Woche bis zum Start Heute in einer Woche fällt der Startschuss zum Solo Weltrekordversuch auf dem Rhein. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die neuen Kajaks wurden bei Lettmann in Moers bei Duisburg abgeholt. Wiederum hat Jochen Lettmann, Olympia Medaillengewinner von 1992 in Barcelona, Corrado Filipponi persönlich beraten und ihm zwei Kajaks bereitgemacht. Mehr hier: Jetzt Solo!Corrado Filipponi startet am Donnerstag 22. Juli 2010 zum neuen Weltrekordversuch. Dieses Mal solo. Den ersten Versuch, den Rhein von Chur bis Rotterdam in weniger als 7 Tagen zu durchpaddeln, wagte Corrado Filipponi zusammen mit Peter Schmid. Die beiden konnten den 21-jährigen Weltrekord nicht brechen. Der Winterthurer will den gescheiterten Weltrekordversuch vom Mai wiederholen, dieses Mal aber solo. |
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Das Team übernachtete in Dordrecht, übergab am Vormittag die Kajaks in Moers und fuhr anschliessend über 600km nach Hause. 
Seit 21 Jahren versuchen immer wieder Dutzdende den Kajak Weltrekord auf dem Rhein zu brechen. Jetzt ist es dem Schweizer Kajaker Corrado Filipponi gelungen. In 7 Tagen, 10 Stunden und 16 Minuten hat er nicht nur den Einzelrekordlllll gleich um über 13 Stunden geschlagen, sonder auch gleich noch den absoluten Rekord, erzielt 1989 im Doppelkajak der British Canoe Union, um 15 Minuten geschlagen.
Um 21:16 fuhr Corrado im Berghaven in Hoek van Holland ein. Mit dieser Zeit unterbietet er den bestehenden Weltrekord klar. Corrado legte somit die Strecke von Chur bis zur Nordsee schneller als je ein anderer mit eigener Muskelkraft zurück. Corrado ist überglücklich nach der harten Arbeit, diese Weltrekord-Zeit erreicht zu haben. Erleichter verliess er sein Kajak und wurde herzlich von den Anwesenden empfangen. Natürlich durfte der Champagner nicht fehlen.
Das Ziel rückt näher. Corrado navigierte erfolgreich durch Dordrecht folgte dann der Oude Maas und biegt soeben in Hoek van Holland in die 17km lange Zielgerade ein. Er wird begleitet von einem Schiff der Hafenpolizei Port of Rotterdam. Sie werden ihn bis ins Ziel, dem Bergaven begleiten. Das ist auf dieser vielbefahrenen Strecke auch gut so.
Auf der heutigen Etappe erreichten wir nach dem Mittagessen die deutsch-holländische Grenze. Fast gleichzeitig setzten kräftige Winde ein. Die Winde sind so stark, dass sie Corrado den Strom hinauftreiben, sobald er für einen Moment mit Paddeln aussetzt. Dies erschwert nicht nur die Nahrungsaufnahme, sondern auch die Kommunikation mit der Landmannschaft. Für beides ist mindestens eine freie Hand nötig. Hinzu kommt der immer stärker werdende Schiffsverkehr. Auch die Lastschiffe selber werden immer grösser, was zu mehr und höheren Wellen führt. Die zusätzlich vom Wind noch weiter aufgetürmt werden.
Diese Frage hören wir vom Begleitteam oft. Natürlich handelt es sich dabei um das Ersatzkajak, welches während der ganzen Strecke auf dem Auto mitgeführt wird. Es handelt sich dabei um das
Auch am heutigen Tag konnte der Vorsprung auf die geplante Marschtabelle weiter ausgebaut werden. Corrado erreichte um 21:15 Uhr den Kanuclub Rheintreue in Homberg bei Kilometer 781. Hier dürfen wir uns für diese Nacht in deren Haus einrichten.
Beim Mittagessen wurde Corrado bereits von seinem Patenkind Flavio erwartet. Der Dreijährige konnte es kaum erwarten, seinen Göö lautstark anzufeuern. Natürlich kam er nicht alleine nach Köln, er reiste mit seinen Eltern Cordula und Patrizio an. Die drei beim Mittagshalt zu sehen, war ein weiterer Motivationsschub für Corrado.
Corrado ist seit über vier Stunden schon wieder auf dem Rhein. Heute konnte er trockenen Fusses das Kajak besteigen. Das ist sehr wichtig, da die Füsse im innern des Bootrumpfes nur schlecht trocknen. Auch die Übergabe der Helmlampe nach einer Stunde Fahrt barg heute keine unangenehmen Überraschungen in sich. Nach knapp drei Stunden Fahrt passierte Corrado die Ortschaft Unkel, wo er den Rest des leckeren Birchermüesli ass. Corrado hat ein gutes Gefühl für heute und ist überzeugt, dass erneut eine 160km Etappe geschafft werden kann. "Ein Tag lässt sich nicht besser starten, als mit trockenen Füssen", so Corrado.
Seit Mainz sind schon wieder 100 Flusskilometer vergangen. Nach dem Mittagessen in Bingen folgte das heutige Highlight: die Loreley, engste (130m) und tiefste Stelle des Mittelrheins. Mit dem doch schon erheblichen Schiffsverkehr und den schwierigen Strömungsverhältnissen, kein einfaches Unterfangen. Doch Corrado passierte diese Stelle mit Bravour! Er liess sich nicht durch ihren Gesang vom Kurs abbringen (siehe
Corrado liess um 11:30 Uhr Mainz und dessen Hafen mit viel Schiffsverkehr hinter sich. Nach 6.5 Stunden auf dem Rhein passierte er die Kilometermarke 508 ausserhalb Mainz. Das Wetter bot heute Vormittag ein Bisschen von allem. Erst Nieselregen, gefolgt von Wind und kurzen Regenschauern. Um Mainz zeigte sich kurz die Sonne, nun ist es wieder etwas bewölkt.
Nach einer erholsamen Nacht macht sich Corrado heute um 4:45 auf den Rhein. Wegen der Dunkelheit nimmt er die Helmlampe mit auf den Weg. Diese soll nach 20 Kilometern dem Team übergeben werden. Wie vereinbart trifft man sich am vereinbarten Ort. Doch genau zu der Zeit kreuzen sich auf dem Fluss zwei Güterschiffe. Eine Welle erwischte Corrado so unglücklich, dass er nur zwei Meter vor dem Ufer davon erfasst wurde und das Kajak gedreht wurde. Normalerweise sind solche Wellen kein Problem, doch einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit und die Wellen sind da. Um zu reagieren bleibt da kaum mehr Zeit. Alles geht blitzschnell. Zum Glück waren die Helfer gleich vor Ort. So konnte Corrado die Kleidung wechseln und wieder trocken ins Boot steigen. Leider hat der Online-Tracker auch etwas abbekommen. Aus diesem Grund ist die aktuelle Position noch die "Unfallstelle". Um 10 Uhr wird das Team wieder auf Corrado treffen und den Tracker wieder aktivieren.
Die heutige Etappe führte von Strasbourg nach Worms. Die zurückgelegte Strecke schlägt mit 160km zu Buche. Nach der anstrengenden Etappe von gestern machte sich die Müdigkeit heute früher und deutlicher bemerkbar, so dass das Team beschloss, Corrado bereits in Worms vom Rhein zu nehmen, damit er nach der Halbzeit eine etwas längere Erholungsphase erhält.
Nach dem langen gestrigen Tag, war die Nacht umso kürzer. Wir durften die Gastfreundschaft von Frank Fichtmüller aus Goldscheuer geniessen. Er stellte uns einen Liegeraum und die Küche des evang. Kirchgemeindehauses zur Verfügung. Für die Unterstützung möchten wir Frank hiermit nochmals herzlich Danken. Nichts desto Trotz mussten wir am Morgen erneut früh raus, da wir noch ein paar Fahrminuten mit dem Auto zum Rhein absolvieren mussten. Schon nach wenigen Minuten Fahrt, stieg auch schon die Sonne am Horizont auf.
Der Pontanier-Fahrverein Schwaderloch stellt uns ihr Vereinshaus für die heutige Übernachtung zur Verfügung. Das Vereinshaus liegt für uns optimal direkt am Rhein kurz nach dem Kraftwerk Leibstadt.
Die drei Portagen in Rheinau konnten mit der freundlichen Unterstützung der Schleusenwartin Margrit Schwaninger ohne auszusteigen rasch absolviert werden. Wie auf dem Bild zu sehen ist die Corrados Laune noch immer bestens.
Kurz vor acht Uhr fährt Corrado in Konstanz ein. Der See war ruhig und bereitete somit keine Probleme. Die Sonne zeigte sich noch nicht gross, es regnet aber auch nicht. Corrado nahm sich kurz Zeit auszusteigen und die Beine zu vertreten.
Christian Boner, Stadpräsident von Chur, gibt den Startschuss zum Weltrekordversuch von Corrado Filipponi.